meldungen   neue sinnlichkeit   xtext   abonnement   email   community   sitemap   home  
xtext
Geschmierte Tickets der Parteipolitiker - Neujahrswunsch 2005

Es ist schlechter Stil, dass Mandatsträger Pflichten der Information, Kritik und Kontrolle unterlassen, weil sie Schmiergelder annehmen und dafür schweigen oder, weil sie konfligierende Mandate annehmen, ohne die Öffentlichkeit darüber aufzuklären (z.B. FDP-Rexrodt schwieg als Aufsicht bei der Bundesanstalt für Arbeit, den SPD-Manager Florian Gerster). Dazu gehört die Unsitte, dass Mandatsträger ihre Fähigkeiten, Wissen und Professionalität, aufgrund derer sie gewählt werden, nicht verlässlich in den Dienst ihres Mandats stellen. Stattdessen nehmen Mandatsträger der Politik so viele Mandate, wie sie erlangen können an, um damit ein verdecktes "Multirollen- und Multifunktionsspiel" sowie Erwerbstreiben aufbauen. So dass von einem mit Geld, Zugang und Information geschmierten Handlungsstil, als prinzipiellem Mandatsverrat durch Partei-Mandatsträger gesprochen werden muss. Es ist der notwendigen gesellschaftlichen Integration halber zu verlangen, dass alle Multirollenspieler ihre sämtlichen Vertreterrollen, Tickets, Partei- und Vereinsabzeichen, Beraterverträge u.ä. unverlangt und permanent im Schilde führen müssen. Das trifft ganz besonders das staatliche Parteifernsehen, ARD und ZDF, und deren festvertraglich, frei und gelegentlich auftretendes Prominenzpersonal: Wie häufig und prominent wurde Frau SPD-Ministerpräsidentin Heide Simonis im Parteifernsehen propagiert? Wer kennt den Namen ihres CDU-Gegenkandidaten in der kommenden Landtagswahl?
Dietmar Moews, Hafenbauingenieur von Norderney, am 24. Dezember 2004
Originalsponsoring
von
neuesinnlichkeit
agentur + blätter


zurück gewinnspiel
© 2005