
Anmutung zur 68er Kantpolitik von The Rolling Stones 1968:
Let's drink to the hard working people,
Let's drink to the salt of the earth.
Let's think of the humble of birth.
Anmutung zur 68er Kantpolitik von The Rolling Stones 1965:
Whoa la la ta ta
Whoa la la ta ta
La la la all night long
Wanna tell you
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DIETMAR MOEWS'
LEXIKON DES KUNSTWESENS
AUTODIDAKT
Autodidakt (griech.), A, vom Ursprung der Wortbedeutung her jemand, der durch Selbstunterricht Wissen, Können und Bildung erworben hat, auch, eine nicht durch Schulen oder Lehrer ausgebildete Person. In der modernen Welt unterliegen die Staatsbürger der Schulpflicht und dem Schulrecht, sodass heutige A in der Regel durchaus das Lernen und Selbstlernen durch Lehrerunterricht gelehrt bekommen. Autodidaktentum bedeutet im postmodernen Sprachgebrauch das Erwerben von Fähigkeiten, Spezialistentum, Expertentum, Meisterschaft, abseits der organisierten Bildungssysteme, wie Schule, Universitätsstudium und Akademie, als quasi Dilettant, Amateur, Liebhaber, Hobby. Der A ist durch Freiwilligkeit und hohe innere Anteilnahme gekennzeichnet. Der A entfaltet teils hohes, teils unnützes oder unwissenschaftliches und unsystematisches Wissen z. B. der ingenieurwissenschaftliche Erfinder, Manager, Wissenschaftspolitiker Baron Manfred von Ardenne, Prof. Dr. h.c. mult. (1907-1997) mit Pionierarbeiten auf ganz unter-schiedlichen Gebieten, wie Rundfunk- und Fernsehtechnik, Kerntechnik oder Entwicklung der Krebs-Mehrschritt-Therapie.
Von A wird häufig und deshalb gebräuchlich, im Bereich der Bildenden Kunst (Malerei, Zeichnung, Bildhauerei, Plastik, Grafik, Photographie u. A) gesprochen. Allerdings verfällt der Begriff A, wenn damit nicht meisterliche Fähigkeiten verbunden werden, sondern belangloses Bastelwerk. Sagt man noch im Handwerksberuf: Ein guter Handwerker kann alles (also ein Tischler kann mauern, ein Schuster backen, ein Polsterer gärtnern usw.), war der gelernte Handwerksmaler und spätere akademische Kunstmaler Pablo Picasso (1871-1973) als Plastiker und Hersteller von Assemblagen, als Töpfer und Keramiker, als Druckgrafiker und Dichter gewissermaßen ein A, allerdings in eine eher wilden Arbeitsweise. Der Begriff A ist sinnvoll begrenzt, wo es sich um das im Lebensfortschritt und von den Arbeitsaufgaben geforderte ständige Lernen handelt (Work in progress, Learning in progress, Learning by doing, Lebenslanges Lernen). Der A entfaltet vorhandenes Talent, das er ausbildet. Lernbemühungen oder Schulungsaufwand von Geringbegabten, geübtes Stümpertum oder beliebiger Ehrgeiz sind vom Begriff A ausgeschlossen, dessen zentrale Bedeutung in nachvollziehbarer Leistungsbefähigung des A festliegt.
Bekannte Künstler-A sind Wassily Kandinsky, Jurist (1866-1944), Marc Chagall; Bühnenbildner (1887-1985), Fernand Léger, Bauzeichner (1881-1955), Emil Nolde, Holzschnitzer (1867-1956). James Abott McNeill Whistler, Offizier und Militärakademist, Kartograph; Paul Gauguin, Journalist, Börsenmakler (1848-1903); Vincent van Gogh, Amateurprediger und religiöser Eiferer, Protegé (1853-1890); Karl Spitzweg, Apotheker (1808-1885). Aber auch Dietmar Moews ist als Künstlergelehrter und Maler ein A wie diejenigen Kunststudenten, die an staatlichen Kunsthochschulen (HdK / HfbK) der ersten Bundesrepublik Deutschland (West) ausgebildet wurden, aber aufgrund des handwerklich überwiegend unbedarften "Kunst-Professoren"-Personals (Salonpersonnage) nur ungenügende Ausbildung im Malen und Zeichnen erhielten, bspw. wichen Malereistudenten der HfbK Braunschweig, aufgrund dieser Mangellage, privat zum Zeichenunterricht der Architekten an die Technische Universität Braunschweig aus.
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