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neue sinnlichkeit

Bezeugung von KANT, spät:

... lasst uns analysieren, was wir wissen können und was wir nicht wissen können. Deshalb trägt das Buch den Titel Kritik der reinen Vernunft.
Zum Geleit



Blätter für Sünden- und Tugendböcke sind der Appell für Toleranz statt Schuld. Der Appell zielt aber eigentlich weniger auf die Sünden- und Tugendböcke als auf die überwiegende Zahl der Mittelzicken und Mittelböcke und über deren Umgang. Fragen, Thesen, Fragwürdigkeiten - in diesem Heft Bezeugungen im Kantjahr 2004 zum Anschluss der Naturgeschichten menschlicher Unvernunft des Immanuel Kant (1724-1804). Wir sind mit Neue Sinnlichkeit 46/47/48, über Kants Frage: Was soll ich tun? - die systematisch angelegte Vernunftkritik, die Erörterung der Urteilskraft, beim menschlichen Urteilen angelangt. Was soll ich tun? fragen wir stets, weil wir fortwährend entscheiden - und wie? Kant sagt nicht: Wie ich handeln soll, sondern, wie ich vernunftkritisch urteilen soll (egal, ob ich kann), wenn ich als Lesepublikum oder pflicht-moralisch oder im Namen Gottes urteile? Entscheide und oder beurteile ich die Dingwelt, die Technikabschätzungen, aufs Menschliche, auf eigene Urteilsfähigkeit, aufs Leistungsvermögen oder auf soziale Berechenbarkeit? Was sind für mich mitmenschliche Beziehungen? Zu zweit, in genormten Gruppen, in offenen oder festgestellten Kollektiven, in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit (entfernt auch als persönlicher Bestandteil einer anonymen, stets beeinflussten Masse) ein Wir, ein Uns, ein Ihr, ein Euer, was ist drin? Es gibt verschiedene Menschheitswissenschaften und Sozialwissenschaften. Hier spricht der Soziologe, Wirkungen des Sozialen aus Sozialem zu klären. Hier gelten die Anforderungen der Naturwissenschaft, es folgen Empirie, Protokollsatz, Evidenz: Hitler war kein Kantnachfolger, sondern ein Willkürstäter des Hochverrats. Eichmann aber wars! Hitler hat gezeigt, was von der marxschen Verfügbarkeitslehre zu erwarten ist - das Schlimmste, von wegen: es gibt keine Wahrheiten? - Streiten, über Evidenz?
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