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neue sinnlichkeit

Fragwürdigkeit
von KANT:
Kant setzt Menschenwürde (als unbedingte Wahrhaftigkeit) gegen die menschliche Natur (vorsätzliche Lüge) und nennt letztere Wegwerfung der Menschenwürde: Die Falschheit ist das grundböse.
DIETMAR MOEWS'
LEXIKON DES KUNSTWESENS
MODELL FOLGEFÖRDERUNG



Modell Folgeförderung. Das MF ist Teil einer informellen Strategie, mittels derer in Deutschland ein informelles "wildes" Kollektivgebilde" formiert und integriert wird, das die angängige exklusive Kunstpolitik unter der Kampfvokabel "modern/Avantgarde" - vom gesellschaftlichen Kunstprozess abgekoppelt - durchsetzt. Ausgehend von der soziokulturellen und formalen Durchorganisation des "Kooperativen Kulturföderalismus", seit Mitte der 1970er Jahre und dem Aufbau der "Kulturpolitischen Gesellschaft Hagen e. V. (NGO), wird aus dem an sich offenen Kreis der echten und unechten Künstler, aus staatlichen, staatlich-intermediären (NGOs) und marktlichen Förderungs-Ressourcen (direkte und indirekte Förderungen, Professorenstellen an Kunsthochschulen, Posten in Vergabegremien, Finanzmittel aller Widmungs-Art, z. B. für Publikation, Räume, Reisen, Ausbildung, Stipendien, Ankäufe u. a.) ein Multifunktionärs-Rollenspiel der Salonpersonnage konstituiert. Im MF wählen Förderungsvermittler Förderungsempfänger-Klientel für Förderungen und Folgeförderungen nach Kriterien aus, die der "Salonpersonnage" zuzurechnen sind, "...das Modell Folgeförderung ( ... ) ein interner Ringeltanz. Man fasst sich an die Hände und sagt: Gut, dass wir uns gefunden haben, und wir lassen nicht mehr los." (v. Düring Hs. 1989). Die effiziente Ausprägung des MF geht von einem unausgesprochenen Einverständnis auf Gegenseitigkeit der SPD mit den Unionsparteien im Sinne einer "konzertierten Aktion" aus, die den Sozialdemokraten die finanziellen und personellen Ressourcen im bis zu 98 % föderal-staatlich budgetierten Kunstbereich überlässt, während CDU/CSU aus plebiszitären Gründen den Bereich von Kunst- und Kultur machtpolitisch - mit Ausnahme einiger Hochkunst-Aktivitäten - gering schätzt. Das MF organisiert zielgerichtet Kommunikation der Salonpersonnage als sozialdemokratische Multifunktionäre, überwiegend als Vereinsmitglieder in Vereinen und Verbänden im Deutschen Kulturrat/Kunstrat, freien Gremien, einschließlich der quasistaatlichen, wie documenta, Goethe-Institut, Kunstvereine, IG-Medien / ver.di u.a. zur Entmündigung der autonomen Künstler.
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