meldungen   neue sinnlichkeit   xtext   abonnement   email   community   sitemap   home  
neue sinnlichkeit

KANT FRAGT:
Was spricht gegen einen Alltagsgott, als Schlaftablette, Schoßhund oder Gewissheitsstabilisator? KANT FRAGT:
Kann ein allmächtiger Schöpfer-Gott, der auch die Dummen schuf, nicht Teufel, Verbesserungs-Teleologie, Erlösungshoffnung und Ewigkeitsvorstellungen schaffen? Und wenn es der Ein-Gott Jahwe nicht kann, können es nicht die Viel-Götter Elohim? KANT FRAGT:
Darf ein ewiger Frieden, aus so krummen Holze, als woraus der Mensch gemacht ist und niemals etwas ganz Gerades gezimmert werden kann, im Sinne eines ideellen kategorischen Imperativs, erwartet werden? KANT FRAGT:
Da ich beständig über Ideen brüte, fehlts mir nicht an Vorrat, wohl aber an einem bestimmten Grunde der Auswahl ... so möchte ich manchmal wohl wissen, welche Fragen das Publikum wohl am liebsten aufgelöst wissen möchte? KANT FRAGT:
Soll man den Weingenuss bis nahe an die Berauschung gut heißen? KANT FRAGT:
Ist das Märtyrertum eine Heldentat? KANT FRAGT:
Soll man den Weingenuss bis nahe an die Berauschung gut heißen, weil er die Gesellschaft zur Gesprächigkeit und Offenherzigkeit belebt? KANT FRAGT:
Sollen Lüge oder Notlüge unter bestimmten Umständen erlaubt sein? KANT FRAGT:
Soll Selbstmord unter bestimmten Umständen erlaubt sein? KANT FRAGT:
War Friedrich der Große im Recht, wenn er während des siebenjährigen Krieges ein schnell wirkendes Gift bei sich führte? KANT FRAGT:
Soll man den Weingenuss bis nahe an die Berauschung gut heißen, weil er vielleicht sogar den Mut stärkt? KANT FRAGT:
Soll man einem Autor, der ein Urteil über sein Werk hören will, die volle Wahrheit sagen? KANT FRAGT:
Ist Sparsamkeit eine Tugend? KANT FRAGT:
Wie weit soll man den Aufwand seines Vermögens im Wohltun treiben? KANT FRAGT:
Wie weit soll man mit Lasterhaften Umgang pflegen?
Erfolgskinder



Liebstere Leserin, lieber Leser, seien Sie gegrüßt im Land des Lächelns: 1979? - Sie sehen - es tut sich was. Das Jahr 2004 hat begonnen. Ich sende Ihnen meine besten Wünsche. Geplant sind fünf weitere neue Blätter in loser Folge auf Lebenszeit:

- Für den Alltagsgebrauch (Alltagsbauch), ganz einfach in kurzen Textangeboten Immanuel Kant als Idol im Kant-Jahr - leicht gemacht, auch für Bewohner von Kantstraßen, Kantplätzen, Kantoren und Sängerinnen von Kantaten (Kant war Mieter im Haus von Kanter).
- Die Neue Sinnlichkeit als ästhetisches Demokratiegebot eines weichen Liberalismus, Orientierungskampagne und Aufruf zu einer dritten Kultur der Kritik.
- Die Malerei von Dietmar Moews in Meisterstücken aus dem Gesamtwerk von nunmehr 632 Tafelbildern, Öl auf Leinwand.

Ferner werden die kommenden Blätter zeigen, wie treu und kreativ geistig-soziale Zusammenhänge - auch ohne viel Geld oder Kumpanei - entfaltet werden können, wenn zeitgenössische Künstler sich und ihre Aufgaben privat ernstnehmen, in dem sie ihre Leistungen hervorbringen und zur Verfügung stellen. Das ist - man muss es betonen - in einer dumpfen hyperventilierenden Organisationswelt - weder den Künstlern noch den Werken hinsichtlich des Wirkbereichs und der Kunsterlebnisse dienlich. Denn es mündet wie Brandung in Felsen - oder wie die schöne Judith in den glatten Waldsee tastet - Mimesis im Wahnsinn (s. G. Kellers Grüner Heinrich - neben Goethes Wahlverwandtschaften, Eckermanns Gespräche mit Goethe, Stifters Nachsommer, H. Jung-Stillings Jugendschriften - eine der fünf besten deutschen Prosaschriften: Nietzsche).

Außerdem ist ein beginnendes Jahrhundert fröhlich zu ergreifen - ein kraftvolles Leben, wie es Sebastian Kneipp uns vorgestellt hatte - also Neuschaffen der Kultur, indem die neuen Techniken unseren menschlichen Gebrauchsbedürfnissen eingespielt werden: E-Mail-Empfang / -verabredung / -beantwortung, Netzdemokratie, Open Access, Linux und W-Lan statt UMTS, Abschaffung des Patentrechts usw.

Stopp!! den Grundgesetzänderungs-Kungeleien - auch wenn Schröder bereits wieder mit Wahlgeschenken hampelt, wie Wahlrecht mit 16 oder Verfassungsdiskussion wg. Gerechtigkeit für DDR-Bürger, hier GROßE-KOALITION-VERBOT - Wer eine Zeitung macht, kann was erzählen. Jedes neue Blatt - zusammengefügt - ist ein Fest und leuchtet, statt zu blenden. Mit großen Lettern, kleinen Anspielungen. Bunter Umschlag, mit Augenfängern und Mittelteil, mit Übergewicht und Beschleunigung zum Schluss. Mit vielen gewichtigen Ideen, die wieder rausfliegen, weil andere, noch bessere, hineinpassen, die jetzt zu ihm und ihr hinausflattern, eine Mücke zu fangen oder auch nur einen schönen Rundumblick zu genießen. Dazu das Spiel der Lumpen von Georg Christoph Lichtenberg, der bekanntlich sagte: Nur Lumpe sind bescheiden. Worauf nun Dietmar Moews sich einen Jux macht, immerfort das Maß der Erträglichkeit auszuloten, wie oft und heftig das Eigenlob die liebstere Leserin abschreckt oder zumindest auf Sicherheitsabstand versetzt und worauf sowohl Fritz J Raddatz wie auch Karl Lagerfeld, die beiden deutschen Wegelagerer, sagen: Ja wer soll einen denn loben, wenn man es nicht nach Gebühr und kraftvoll sich selber besorgt, und sich eigenlobt (lang der Strich, kurz die Pause, wie Helmut Jansen, mein früherer Zimmerermeister, immer sagte, wenn mal wieder der Hof zu fegen war: Bürgermeister-Peters-Strasse, 1967) - Will sagen: Schönen Dank, meine Herren. Bei Damenwahl - damit es überhaupt zum Stich kommt (eifrige Leser merken sofort, nach Becker - hier läuft was mit Stich) - ist Bestechung nicht so entscheidend, wie Bestechlichkeit. Auch wenn Boris neulich meinte: Ich habe Barbara ihre Passagen gezeigt. Und Barbara erwidert hatte: Das ist mir zu intim. Eigenlob ist nicht Lob. Der soziale Mensch ist auf Zuweisung angewiesen: Lob wird erteilt, nicht genommen: Erkennung ist nicht Anerkennung). Auch hinsichtlich möglicher Passagen kommt es nicht aufs Suchen, sondern aufs Finden an - und dann diese Damenwahl. Oder wie Karl Valentin unser Hausphilosoph (auch zu sagen Franz' Liebling) zutrefflich sagte: Ein Leben lang habe ich mich vor dem Tod gefürchtet und jetzt das. Merkst Du was? lieber Leser? Kuhauge sei wachsam. Das zählt nach fünfundzwanzig Jahren schon, wie Dietrich Bonhoeffer aus dem Nazigefängnis 1943 schrieb: ...das ist die Einstellung, gegen die ich mich zur Wehr setze. Wenn Jesus Sünder selig machte, so waren das wirkliche Sünder, aber Jesus machte nicht aus jedem Menschen zuerst einmal Sünder. Er rief sie von ihrer Sünde fort, aber nicht in ihre Sünde hinein. Gewiss bedeutete die Begegnung mit Jesus, dass sich alle Bewertungen der Menschen umkehrten. So war es bei der Bekehrung des Paulus. Da ging aber die Begegnung mit Jesus der Erkenntnis der Sünde voran. Gewiss nahm sich Jesus der Existenzen am Rande der menschlichen Gesellschaft, Dirnen, Zöllner, an, aber doch durchaus nicht nur ihrer, sondern weil er sich der Menschen überhaupt annehmen wollte. Niemals hat Jesus die Gesundheit, die Kraft, das Glück eines Menschen an sich in Frage gestellt und wie eine faule Frucht angesehen; warum hätte er sonst Kranke gesund gemacht, Schwachen die Kraft wiedergegeben? Jesus nimmt das ganze menschliche Leben in allen seinen Erscheinungen für sich und das Reich Gottes in Anspruch. Was dieser Bonhoeffer die Neue Sinnlichkeit von 2004 angeht?

Es ist noch heute, wie es im Heft Numero eins - der Nullausgabe Blätter für Kunst und Kultur von 1979 - als Öffentliche Erklärung hieß und ohne Pathos unmenschlich gewesen wäre:
Hochgeachtete Öffentlichkeit - Ich befürchte, dass es in dem nächsten Jahrzehnt in der westlichen Zivilisation Krieg geben wird.
Ich sehe hier, wie Aufklärung zu Gewalt führt, anstatt zu Demokratie und ich sehe dort, wie schon die individuelle Meinungsäußerung ins Gefängnis führen kann.
Es müssen die kulturellen Verhältnisse dahin verbessert werden, dass ihre Strukturen durch die reine Geschichtsmechanik in eine positive Zukunft führen und nicht in regelmäßig wiederkehrende Katastrophen, sodass
1. Aufklärung zu mehr Demokratie führt
und
2. mehr Lebensqualität durch Sensibilisierung der menschlichen Sinne und deren Befriedigung erfolgen kann.

Die kulturellen Verhältnisse müssen jedem Menschen verständlich werden. Diese Forderung kann durch die Jedermann zugängliche Sprache der menschlichen Sinnesfunktion erfüllt werden. Ich biete hiermit meine Neue Sinnlichkeit der Öffentlichkeit an. www.dietmarmoews.com


Liebere Leserin, liebster Leser, werte Abonnenten auf Lebenszeit dieser Blätter für Leserinnen und Leser, egal, wie wichtig Ihnen Kulturpolitik, Öffentlichkeit und Erfahrung und das Spiel der gesellschaftlichen Wertaushandlung zwischen Kaufvertrag und Gerichten, zwischen intimen, privaten, öffentlichen oder offizialen Sprachspielen und Handlungsstilen lebenswichtig scheinen - was Dietmar Moews damals proklamierte, hat nach wie vor Brisanz - die Aushandlungsspielräume für unser Leben rufen nach wie vor nach Schauen und Schaffen, nach Teilnehmen und Mitbestimmen. Aber es geht jedenfalls - mit Kant - um Kritik, nicht um Dogmatismus, auch nicht allein um Skepsis. Weihnachten 2003, da dieser Gedanke verfasst wird (hat hier jemand Unbekanntes im Erdgeschoss-Treppenhaus, Dresden - Äussere Neustadt, Louisenstrasse 80, einen Kinderwagen in Brand gesetzt). Die TAZ, tageszeitung Berlin: Wem nützen Eliten? nur sich selbst - lässt sich leicht wiedererkennen, worum gekämpft wird. Die zündelnde Salonpersonnage, die im eigenen Minderwert-Bewusstsein die gesellschaftliche Funktion einer Elite nicht ausfüllt, verunglimpft ebendeshalb Elite. (Dabei ist das erforderliche Elitewesen auf Arbeitsteilung gestellt und keinesfalls zur Verwirklichung egoistischer Exklusivpositionen bestimmt). Die Salonpersonnage hingegen haut alle. Sie will die Macht: Salonpersonnage um die Begehrlichkeit, die sozialdemokratische Exklusivitäts- und Machtposition zu halten, haben die Definitionshoheit, definieren, dass es Wahrheit nicht gibt, außer Wahrheit der Macht, z. B. Habermas Theorie des kommunikativen Handelns, die Quatsch ist - benutzt Macht selber, Wahrheit zu definieren und durchzusetzen. Hier verhält sich Bonhoeffers Sündigen wie mit der gebrochenen Ästhetik-Theologie der Salonpersonnage. Man bekämpft die Elite, man bekämpft die Begabten, man bestreitet die kritisch-objektive Wahrheit der Leistungen, weil man seine eigene Abhub-Moderne, den sogenannten Dekonstruktivismus der antiobjektivistischen Werkbegriffe, nebst Dialektik des Weltuntergangs nach dem Warmduschen, mit Wortgeklingel transzendentalmetaphysischer Intermedial-Hybridbereiche (FAZ)- schlicht und einfach also - weder mit den Maßstäben genialer Künstler, noch mit den Maßstäben einer in der Demokratie vollkommen legitimierten und legalen Breitenkultur entsprechen will.

Den ganz normalen Menschen, Wahlbürgern und Marktteilnehmern, nützen aber Leistungen ihrer genialen Mitgenossen. Folglich sind sie auch gerne bereit dafür zu bezahlen, denen zu danken - und Ehre, wem Ehre gebührt - auch zu bezeugen und anzuerkennen. Umgekehrt fällt keinem Genie ein - an Gottes statt - auf andere herabzusehen oder anderen Verwertungen sich zu unterwerfen, als dem Gemeinschaftswohl in der Demokratie eines weichen Liberalismus. Genau an diesem sozialen Selbstverständnis prallen die rechten Exklusivpositionen der Großen Koalition vollkommen ab - weil ihre dronenhafte Mobrolle nur schadet, nur anmaßend und abkoppelnd, nur herrschsüchtig und willkürlich herumaast, sodass nicht die Frage ist: Wem nützt Elite? sondern: Wem nützen gesellschaftliche Exklusivitätspositionen? Und die Feststellung: Exklusivität ist unerwünscht. Es muss um den gesellschaftlichen Zusammenhalt gehen - nennen wir es Inklusivität (das ist noch was anderes, als die unsäglichen Selbstgerechtigkeitshadereien unter dem Emblem "Gerechtigkeit").

Also erschien die Neue Sinnlichkeit. Deshalb gibt es sie: that sucks. Und die FAZ schrieb - zum selben Thema (Dietmar Dath 15.12. 2003 Nr. 291 S.37) Urviech und Spätkultur. Echte Urviecher sind unausrottbar, so auch die des Kunstlebens. Mehr als hundert Jahre Avantgarde hat es für sie nicht gegeben, in Scharen laufen sie nach wie vor auf den einschlägigen Grossausstellungen herum und freuen sich an Schwulst oder sanften Schlieren. Es sind dem Kritiker oder Fachgelehrten wundersame Wesen, die wohl für immer glauben werden, Kunst sei notwendig zur selektiven Nachahmung des Naturschönen nach Maßgabe der metaphysischen Werturteile einzelner Genies. Dieses Warenzeichen der FAZ "Dietmar Dath" - ganz gleich, wieviele komputergestützte, nach Achselschweiß riechende FAZ-Sesselfurzer dahinter stecken, um sich ihre Streiflichter von der Seele zu wringen -, meint/meinen: 100 Jahre "Avantgarde" stünden also in eindeutigem Wertverhältnis zum Gesamtbefund der Hochkulturen unserer Weltgeschichte. Denn, wenn die Nase läuft, die Tage ausbleiben oder der Zahn schmerzt, gehen die angeklagten Exklusivitätsrechten mit ihrer Abhub-Dialektik hin, zu einer konservativen Kulturhochkunst, ob nun Johann Lafer, Samuel Hahnemann, Sebastian Kneipp oder Dr. Hauschka.

Verehrte, geduldige Empfänger dieses Blattes für Siegfrieds Befriedigung, Ihr Kritiker und Fachgelehrter, Künstler und Technikus, Liebhaber und Sammler wundersamster Wunderkammern, im Herzen und im Auge, ruft ihnen zu: größere Schritte und öfter - wenn sie einen Preis gewinnen wollen. Hingegen, wenn wir uns das nächste Mal sehen, hoffe ich, es gibt wieder ein paar frohe und fromme Schwingungen, wofür es sich lohnt, zu leben.

Sehr bemüht, aber nicht verkrampft, sind die verfänglichen Hefte Neue Sinnlichkeit Numero 33 sowie Numero 45 nunmehr unter Dach und Fach. Es war nie darauf geschielt worden, dass von DM mit den Anfangsbuchstaben NS gespielt werden kann. Ja, geradezu peinlich war der Gedanke. Weil in der Neuen Sinnlichkeit, Blätter für liberalen Geist, ein liberaler Geist verfochten wird, der aus Sicht und vom Verständnis der schwachen Denker her, als elitär und besserwissend verfemt wird. Die Tatsache, dass wir in Deutschland mit einer Salonpersonnage zu kämpfen haben, die - verkürzt dargestellt - auf dem Ticket der inferioren Sozialdemokratie alle Andersdenkenden zu vernichten trachtet und in ihrem ganzen Aufklärungsstreben nur eine Frage kennt: die Machtfrage, trübt den klaren Blick darauf, was wir wissen können, tun sollen und hoffen dürfen. Das hat gar nichts damit zu tun, dass, auch nach Dafürhalten des genialen Dietmar Moews, die Weimarer Republik ein historisches Großereignis war und die Sozialdemokratie, das moderne aufklärerische Menschenbild wesentlich ausgeprägt hat und bestimmt (nicht zu verwechseln mit dem Jammerbild der ISPD oder dem deutschen Mob-Problem). Und bestimmt nicht zu verwechseln, mit Monsterpolitikern, wie Möllemann oder Rexrodt. Die neue Sinnlichkeit fordert ab sofort, dass alle Fernseh-Berichts-Sendungen mit Time-Code ausgestrahlt werden. Dass jeder jederzeit sehen kann, wann Aufnahmen gemacht, bearbeitet, kurz, hergestellt wurden? ob und wie-fern Pixel manipuliert worden sind? und wer das mit welchen Absichten wann gemacht hat? Darüber hinaus wird gefordert, dass alle Rexrodts zeigen sollen, welchen Institutionen sie angehören, auf welchen Labels sie reisen, von wem sie Geld, Abhängigkeiten und Vorteile erwarten müssen. Damit ein für allemal klar wird, wenn solche Mobgespenster einen Arbeitsamts-SPD-Surfer Florian Gerster als Opposition kontrollieren und kritisieren sollen, ob sie - zufällig - daselbst im Vorstand, Beirat, Lobby was weiß man denn, mit drin sind, und deshalb ihr blödes Maul halten. So ist es nämlich kürzlich geschehen - in dieser Großen Omertá-Koalition der Abzocker. Also: her mit den umgeschlagenen Revers - Wir wollen alle die Parteiabzeichen sehen. Dieter Ruckhaberle, der Künstlerverbands-Multifunktionär, war sogar vor 1989 sowohl in der FDP-West wie in der SED-Ost (ElefantenPress grüßt), im BBK, im VS, in der IG-Medien-Bildung und Wissenschaft und Trallala - ich spare mir das Komplett-Menu dieses U-Bootes - der unkündbar einen Professorentitel in Berlin-Schöneberg erhielt (www.freie-universitaet-dresden.com). Sei mir doch stille, sagt der Lipper.

Das zu erkennen und zu verstehen, dazu gehört nicht viel, aber doch soviel, wie es im gemeiniglich alltäglichen Leben eben nicht jedem deutlich und verständlich wird, nämlich beim - wie Kant sagen würde: sapere aude /- selber denken - der Bratenwender. Denn das heißt, etwas Eigenes auf eigene Faust zu unternehmen. Und dann heißt das, dabei auf die wilden Machtballungen der Multifunktionäre und begehrlichen Parteigenossen zu stoßen (vielleicht schon mal gehört, jenes komische ölige Wort Oligarchie?) Wer will schon was lernen, wenn er über 18 ist? Man hat am Nikolaus so heftig geglaubt, dass was Schönes gebracht worden sei, dass bei einer unwahrscheinlich nachhaltigen Sucherei noch Ostereier gefunden worden sein sollen, die Dietmar 1994 in Hamburg versteckt hatte.

Das Kampfwort heißt nicht Korporatismus - die Interessengruppen machen Druck auf die Regierungen und vermauscheln Alles (s. Lexikon des Kunstwesens), sondern es ist der angängige durchdringende Neokorporatismus (dito), die Multifunktionäre der Sozialdemokratie durchziehen alle Institutionen und versorgen sich selbst, anstatt Pflichten zu respektieren und nach Leistungen zu streben. Es ist nicht die Schuld der Mittelmäßigen, mittelmäßig zu sein. Es ist auch nicht die Verurteilung der Mittelmäßigen. Es ist lediglich das Problem, dass in der Demokratie die Mehrheit große Entscheidungsmacht hat und, dass die Mittelmäßigen in der Mehrheit sind. Und dass es kaum zu erwarten ist, dass die Mehrheit gegen sich selbst Abstimmungen gewinnen wird. Wie - um Gottes Willen - ist es nach Lage dieser Dinge möglich, dass die Mittelmäßigen, die in der Mehrheit sind, nicht die Minderheit der Begabten darin hindern, zu tun, was notwendig zu tun ist? - zu fragen: Was kann ich wissen - wie bei Kant, ist ja doof, hatte Kant ja vielleicht auch schon rausgekriegt. Denn, wie lautet die Antwort, wenn sich ein Doofer fragt: Was kann ich wissen? Die Antwort lautet mit Kurt "Achselschweiß" Schwitters: Man kann ja nie wissen. Das ist die Hühnerleiter der Aufklärung, deren Stufen beschissen sind, die wir dennoch hochklettern müssen: Frage wäre: Was können die Klügsten wissen? Wodurch können die Klügsten das Vertrauen bei den Doofen erlangen, dass die Mehrheitsdoofheit die Mehrheitsmacht an die Minderheits-Klugheit von Fall zu Fall delegiert, abgibt? Wieso sind die Klugen nicht moralisch genug, ihr besseres Wissen nicht vorteilsuchend zu missbrauchen? Exakt an dieser Stelle im Sozialen kommen die Mitteldoofen mit ihrer Exklusivitäts-Begehrlichkeit. Die Frechen und Kastratten - wie es Schopenhauer bezeichnete - Wären die Doofen doch ganz doof, gäben sie die Macht ab, um schließlich benachteiligt zu werden. Darin liegt der Hase im Pfeffer, dass der Mob sich sagt: Was heißt hier besseres Wissen? Allein die Macht zählt. Daher kommt auch die verbissene Grundposition der Sozialdemokraten, für die hier, weich und liberal ja vollstes Verständnis vorherrscht - die ja immer die Doofen sind und bleiben werden -, zu sagen: Keine Macht den Bossen. Gutgutgutgut - soweit meine Exposition hier, um zu Kant und Nietzsche überzuleiten, denn heute soll doch was gelernt werden können. Also: Ohren auf, alle Schließmuskeln entspannen, Beiwohnung öffnet das Herz - oder wie Kant in der Metaphysik der Sitten - nur keinen Respekt vor diesen unzugänglichen Titeln, denn schaut man hin, wirds auch beim Kant ganz menschlich - in seinem Spätwerk 1797 schrieb (Akademieausgabe Bd. VI. 1907/1968):

Der Zweck der Natur ist in der Beiwohnung der Geschlechter die Fortpflanzung, d. i. die Erhaltung der Art; jenem Zweck darf also wenigstens nicht zuwider gehandelt werden. Ist es aber erlaubt, auch ohne auf diesen Rücksicht zu nehmen, sich (selbst wenn es in der Ehe geschähe) jenes Gebrauchs anzumaßen?...oder gibt es hier ein Erlaubnisgesetz der moralisch-praktischen Vernunft, welches in der Collision ihrer Bestimmungsgründe etwas ans sich zwar Unerlaubtes doch zur Verhütung einer noch größeren Übertretung (gleichsam nachsichtlich) erlaubt macht? - Von wo an kann man die Einschränkung einer weiten Verbindlichkeit zum Purism (einer Pedanterei in Ansehung der Pflichtbeobachtung, was die Weite derselben betrifft) zählen und den thierischen Neigungen mit Gefahr der Verlassung des Vernunftgesetzes einen Spielraum verstatten? Die Geschlechtsneigung wird auch Liebe (in der engsten Bedeutung des Worts) genannt und ist in der That die größte Sinnenlust, die an einem Gegenstande möglich ist ...)
Wer sich hierfür interessiert - es gibt jetzt einen gewissen Trend zum Zweitbuch - versuchs doch auchmal mit Sinnenlust im Untertitel?

Denn, kurz und fündig, die Hühnerleiter hoch, zum Taubenschlag des Friedrich Nietzsche, der den Kant überstieg und sich das etwa so dachte - Vorsicht! das piekt:
Niemand der alten Philosophen hat den Muth zur Theorie des "unfreien Willens" gehabt (das heißt zu einer die Moral negierenden Theorie) Niemand hat den Muth gehabt, das Typische der Lust, jeder Art Lust ("Glück") zu definieren als Gefühl der Macht: denn die Lust an der Macht galt als unmoralisch/Niemand hat den Muth gehabt, die Tugend als eine Folge der Unmoralität (eines Machtwillen) im Dienste der Gattung (oder der Rasse oder der Polis) zu begreifen (denn der Machtwille galt als Unmoralität, denn damit wäre erkannt worden, was die Wahrheit - - - dass die Tugend nur (eine) Form der Unmoralität ist) (Nietzsche Kritische Studienausgabe Bd. 13 S. 291 Fragmente 1888). Mehr, mehr mehr, mehr mehr.

Meine lieben Leser, das Jahr 2004 wird vom sensualistischen Kant her den Bogen vorzeigen, der von der aufklärerischen Sinnlichkeit Kants zur intelligenten Sinnlichkeit Nietzsches zur neuen Sinnlichkeit gesehen werden kann. Es ist positiv verständlich, wie die Goldene Regel bei Matthäus in der Bibel lautet: Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Denn das ist das Gesetz der Propheten. Noch der Volksmund entspricht dieser Goldenen Regel verständlich: Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu - vollzieht aber die negative Wendung. Und was sagt uns Nietzsche zum Kant? (s.a. NeuS 38): Der Koch Johann Lafer ist - gottlob - ein hervorragender Fernsehkoch. Der Witz beweist: Drei Friseure sind nicht drei Posaunisten. Ich lüge jetzt: Den Satz kann man zwar sagen. Aber er ist paradox. Das heißt, die innere semantische Selbstverweisung von: Ich lüge jetzt - kann empirisch wie analytisch und synthetisch dargelegt werden, ohne eine entsprechende, positive sinnliche Wirklichkeit - ich lüge jetzt - geht nicht als gesprochener positiver Kommunikationsmodus. Entweder lüge ich oder doppeltverneint nicht - die sinnlich-empirische Schere.

Wenn im Aufruf des Vollwertmenschen, Philosophieprofessor, Hausmann, Maler, Bildhauer und Publizist Günter Schulte in: Neuromythen (zweitausendeins 2000) räsonabel alarmiert wird: Gehirnphysiologie und Evolutionsbiologie, als naturalistische Aufklärung, laufen womöglich auf die Abschaffung des Geistes unserer Subjektivität und unseres Autonomiebewusstseins hinaus. - Dann liegt diese Befürchtung auf seiner Vorstellungslinie. Vollwert-Autonomiebewusstsein, Räsonierfähigkeit, Zweifel an der Zugänglichkeit und dem Vorhandensein von Determinismus und Teleologie-Telos, Subjektivität ins vermeintlich Offene. Schultes Opponenten, die Deterministen, sagen: Unser imponierendes Vollwertwissen über Mind Mashine und mechanistischen Gang des Erdlaufs und des temporären Menschendauerlaufs im Kosmos, im Großen wie im ganz Kleinen, liegt fest an der Naturgesetzlichkeit.

Je, nun, Schulte scheut sich, vollwertig ins Offene zu argumentieren, dass eine geistige Subjektivitäts-Religion gelegentlicher Naturüberwindung vorzustellen sei, die deshalb machbar wäre: Der räsonierfähige Mensch kann die naturalistische Abschaffung des Geistes wählen. Das bedeutet für den Deterministen, mit seiner Mensch-als-Maschine-Vorstellung geradeso schlüssig gar keine Gefahr: Ich lüge jetzt vollwertig: Wenn unser Seinsschlüssel dem deterministischen Konzept entspricht, dann ist egal, was die Menschen sich denken und tun. Deterministisch gedacht, spielt es keine Rolle, was Schulte denkt, befürchtet oder argumentiert. Was immer der Mensch ins Werk oder in seine Vorstellungsorientierung setzt, könnte der Naturbestimmung nicht entkommen - denn, was ist und was wird, ist ja determiniert. Hingegen, wäre es nicht determiniert, brauchte Schulte nicht zu befürchten, dass das deterministische Vorstellen von rechts, griffe, weil es nicht gälte. Während also die Deterministen sorglos sind, taumeln sie - und Schulte mit - einer unbekümmerten self-fulfilling prophecy entgegen, ins Unmenschliche.

Apropos Große Vollwert-Koalition: Wenn Hitler machbar ist - droht Gefahr und ist Sorgfalt geboten - dem Vollwert-Räsonierer. Wenn Hitler determiniert ist, wären Schuld und Verantwortung Unsinn. Fröhliches Kraftauslassen wäre räsonabel. Fragen wir also empirisch: Welche Unterschiede machen Ja oder Nein?

Und man darf seine Leser nicht enttäuschen - es fehlt noch der spezielle Witz - wie jedes der Blätter für Witz solche bringt (immer Eike Christian Hirschs Frage im Sinn: Wer macht Witze? wie entsteht ein Witz?): Wie macht der ISPD-Kanzler aus seinem besten Drei-Worte-Witz, nämlich Ich sach mal (dabei ist wohl am witzigsten Ich), einen Ein-Wort-Witz? - Antwort: Er hält sich da an seinen kongenialen ISPD-Genossen, den Fraktionsvorsitzenden Ludwig Stiegler, von dem Bbbarradickmenwechsel sozialdemokratischer Hochschulpolitik (FAZ) stammt (wenngleich Bbbarra dick men bereits drei Worte sind) - also die witzige Ein-Wort-Lösung lautet: Ichsachmal. Als Kritik - im Sinne des hier sonst vertretenen weichen Liberalismus - soll aber für die liebste Leserin und den lieben Leser durchklingen, dass genau dieses Ichsachmal, als Gebrauchs-Prinzip der Sprache im öffentlichen Sprachgebrauch, überhaupt unser Lebensmittel Sprache vergiftet, sachichmal. Ich sach mal dies, ich sach mal das, bald hört mir keiner mehr zu, ichsachmal Witz. Hiervon werden jetzt Innovation, Wohlstand, Elite und Vernetzung abgeleitet: Ichsachmal Innovation, ichsachma Wohlstand, ichsachma Wohlstand, ichsachma Vernetzung. Insgesamt werden 2010 Variationen disloziert. Womit auch das Programm Ichsachmal Zwanzichzehn für den einfachen Elite-Wähler verständlich wird in diesen Blättern für Ichsachma Kuns un Kultur und tuttjagarnichmehrweh, sach ich ma.

Als Kunstkenner möchte ich aufmerksam machen: Im 2-teiligen Fernseh-Portrait des bedeutenden Bundeskanzlers Dr. Helmut Kohl, Anfang 2004 im ARD-Abendprogramm gesendet, wurde eine Portrait-Büste gezeigt: Helmut Kohls Kopf als lebensgroße Plastik. Dieser Kopf ist ein hervorragend gelungenes Meisterwerk des in der ISPD-Salon-Kunst unterdrückten Mannes namens Karl-Heinz Oswald. Wer Augen hat, sieht es: Meister Oswald erlebt ein dem großen Meister Arno Breker vergleichbares Schicksal: Seine Plastiken - meist Ton, Plastilin, Knete oder Wachs - für Bronce oder anderen Guss, sind dauerhaft, sie können vor der Menschheitsgeschichte sehr gut bestehen, nur die heutige Klicke hat was gegen Meister.

Zur wünschenswerten Idolbildung kann Vladimir Nabokov vorgeschlagen werden. Sein anregend zu lesender Roman Lolita - in deutscher Sprache - wäre durch Schwachstellen oder handwerkliche Fehler nicht zu entwerten: Selbst wenn zum Schluss des Romans hin zwei Kumpels Lolita in gebückter Stellung von hinten durchvögeln und - angenommen - Herr Humbert erkennt zu seiner Überraschung, es wäre Lolita nicht Lolita, sondern, es erschiene Arno Schmidt, als sie sich aufrichtet, - der Roman Lolita nähme keinen Schaden. Anders die Bücher Arno Schmidts. Wenn man darin - angenommen - das Wort Pellkartoffel durch das Wort Achselschweiß austauschte, irgendwo den Namen Lolita, Lola oder Dolores, einfügen würde, nichts wäre besser oder schlechter. Der notwendigen Idolzertrümmerung halber wiederholen wir deshalb unseren Vorschlag: Das von den ISPDisten widersinnig herausgehobene I-Idol Walter Jens ist endlich zu bestrafen, vom weiteren Salbadern abzuhalten, durch Anhörung der Vorlesung seiner eigenen unsäglichen Schriften, anstatt der Frage nachzugehen, warum W. Jens Nazi war oder kein Nazigegner war? Oder, warum einer und seine I-Bewunderer glauben, Fachmann für Rhetorik zu sein, auf den Schultern der Riesen der Sprachen, ohne je einen Gedanken entfaltet zu haben, wie leider Walter Jens?

So kommen wir denn von Tübingen nach Öschelbronn. Hier hat der verdienstvolle Dr. med. Hans Werner vor vielen Jahren eine anthroposophisch ausgerichtete Klinik gegründet. In Öschelbronn wird eine besondere Sterbebegleitung für Krebskrake praktiziert und im Carus-Institut wird heilsames Denken, alternative Krebsforschung, und Misteltherapie entwickelt. Von Öschelbronn aus haben Hans und Elfriede Werner die deutsche Beteiligung an SEKEM aufgebaut, sind viele Jahre gereist, Vorträge gehalten, Geld, Material und Menschen gesammelt. Heute gilt die ägyptische Oase SEKEM, nördlich von Kairo, des Goethe (Kant)- und Steiner-Moslems Dr. Ibrahim Abuleish als weltweit beispielgebendes Muster und Vorbild für biodynamisches Leben und Landwirtschaft. Der SEKEM-Christen-Islam erhielt jetzt den alternativen von-Uexküll-Nobelpreis.

Diese Blätter für lustvolle entfaltete Erotik und unverschämte Blicke fragen: Was empfindet der Mensch im Unterschied zum Dresdner, angesichts der Betroffenheitshöhe zwischen den wenigen Bombennächten und der vergleichsweise geringen Zerstörung Dresdens, 1945, zu solchen Totalschäden, wie Köln, Hannover, München u. v. a., die zwischen 1941 und 1945 fortwährend Luftalarm und Angriffe auszuhalten hatten und dem Hochwasser-Gejammer des Jahres 2002 zum Erdbeben in der persischen Stadt Bam, mit ca. 45.000 Todesopfern? Nun, die Frage wird in Dresden so nicht gestellt (würde George W. Bush sagen). Aber - was man so in Leserbriefen liest - das Bild der Verwüstung ... ist ein weiteres trauriges Beispiel dafür, wie eine erwerbslose Bevölkerung rücksichtslos dem persönlichen Profit einer kleinen religiösen Funktionärskaste geopfert wird. Bam markiert insofern den zynischen Höhepunkt des Denkmalschutzes der Tourismus- und Wirtschaftsförderung nach Art der Islamischen Republik Iran. Etwa zeitgleich ereignete sich in Kalifornien ein ähnlich schweres Beben. Dabei kamen aber nur zwei Menschen ums Leben. Die hier gestellte böse Frage zielte ja auf die Dresdner. Antwort ist: Die meisten Dresdner stellen solche Fragen nicht und lesen auch solche Zeitungs-Mitteilungen nicht. Aber insgesamt wird es sich bei den zwei Californiern, ähnlich wie bei den Bomben- und Hochwasser-Dresdnern, um ganz besonders wertvolle Gerechtigkeitskämpfer gehandelt haben. Und was denkt der Mensch? Nun, der Mensch Nietzsche zum Beispiel dachte 1886, Jenseits von Gut und Böse: in allem Wesentlichen eine Kritik der Modernität (...) Gesetzt wir wollen Wahrheit: warum nicht lieber Unwahrheit? Ungewissheit? Selbst Unwissenheit? (...) Bei allem Werte, der dem Wahren, dem Wahrhaftigen, dem Selbstlosen zukommen mag: es wäre möglich, dass dem Scheine, dem Willen zu Täuschung, dem Eigennutz und der Begierde ein für alles Leben höherer und grundsätzlicherer Wert zugeschrieben werden müsste. Es wäre sogar möglich, dass was den Wert jener guten und verehrten Dinge ausmacht, gerade darin bestünde, mit jenen schlimmen, scheinbar entgegengesetzten Dingen auf verfängliche Weise verwandt, verknüpft, verhäkelt, vielleicht gar wesensgleich zu sein. Vielleicht! - Aber wer ist Willens, sich um solche gefährlichen Vielleichts zu kümmern! Man muss dazu schon die Ankunft einer neuen Gattung Philosophen abwarten, solcher, die irgend welchen anderen umgekehrten Geschmack und Hang haben als die bisherigen. Meinte Nietzsche die Dresdner? Warum nicht. Im Modernitätsverdacht stehen die sicher nicht.

Liebere Leserin und liebster Leser, finden Sie im Lexikon des Kunstwesens Erläuterungen zur Dritten Kultur und zu Mehrdeutungen der Empirie, auf der Insel der Neuen Sinnlichkeit wird verstanden, was einer meint, nicht, was man ihm an Dummheiten unterschieben kann. Eine Verbindung von Immanuel Kant mit Otto Gussmann, dem Dresdner Brücke-Helden, der mit Erich Haenels Fortsetzungen aufgeboten wird, ist nicht versucht - aber vielleicht anders?
Originalsponsoring
von
neuesinnlichkeit
agentur + blätter
mehr
© 2005