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neue sinnlichkeit
DIETMAR MOEWS'
LEXIKON DES KUNSTWESENS
PETER JANSSEN



Janssen, Peter, Tamme, Weiert, Moritz, geb. 1906 in Bonn, gest. 1979 in Berlin, deutscher Maler jüdischer Abstammung. Nach Gymnasium in Düsseldorf und Bad Godesberg, 1923 Akademie in Düsseldorf. Schüler bei Heinrich Nauen, Jan Thorn-Prikker und Karl Ederer. 1926 - 1930 in Paris an der Academie de la Grand Chaumière, tendierte zur akademischen Malerei, mehr nach Dunoyer de Segonzac als nach Picasso, den beiden Pariser Antipoden. 1928-1930 freischaffender Maler in Düsseldorf. J malte 1930 sieben Monate in Rom, 1932 erste Einzelausstellung bei Alfred Flechtheim in Berlin, bei Alex Vömel und Hella Nebelung in Düsseldorf trotz Malverbots. Mitglied des Jungen Rheinland, der Rheinischen Sezession und der Rheingruppe. 1935 Ausschluss aus der Reichskammer der bildenden Künste und Mal- und Ausstellungsverbot aus rassischen Gründen, Aufenthalt 1936 in Spanien und Italien, 1937 Amerika, Ausstellung in New York, Westermanns Art Gallery im Rockefeller Center, 1938-39 in England, zwei Ausstellungen bei Gerald Korkoran, 1940 Militärdienst in Leipzig, 1941-1944 illegaler Aufenthalt in Berlin, Baden-Baden, in der Eifel und Robertsville (Belgien). 1944 wird J verhaftet und in das Arbeitslager Lönnenwitz deportiert, von wo er 1945 in einen Unterschlupf in Düsseldorf fliehen kann. Alle Londoner Bilder werden bei deutschen Bombenangriffen durch Löscharbeiten zerstört und nach dem Krieg durch deutsche Wiedergutmachung pauschal ersetzt, die New Yorker Bilder wurden beschlagnahmt.

1945 wird J Mitbegründer der Galerie Hella Nebelung. Aus dem Kreis um Flechtheim und "Mutter" Ey spaltete sich 1949 mit dem Bildhauer Ludwig Gabriel Schrieber (Später an der HfbK Berlin) die Neue Rheinische Sezession, mit den Malern Bruno Goller, Karl Barth, Otto Coester, Oswald Petersen, Robert Pudlich, Max Pfeiffer-Watenphul und Wilhelm Teuwen im Gegensatz zu den abstrakteren wie Joseph Fassbender, Ewald Mataré, Georg Meistermann, Otto Ritschl und Hann Trier.

1952 erhält J den Cornelius-Preis der Stadt Düsseldorf, 1957 Berufung als Lehrer an die Hochschule für bildende Künste in Berlin, 1971 Emeritierung und freischaffend in Berlin.

Zahlreiche Ausstellungen in Kunstvereinen, Museen und Galerien sowie Kataloge (z.B. die Zeichnungen hrsg. von Dietmar Moews, 1977)
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