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neue sinnlichkeit
DIETMAR MOEWS'
LEXIKON DES KUNSTWESENS
OCKER



Ocker, O (gr. -lat. -rom.), Gemisch aus Brauneisenerz (Limonit), vornehmlich a-FeOOH, mit Ton sowie Quarz und Kalk; feinerdig und leicht zerreibbar. Je nach Zusammensetzung unterscheidet man verschiedene O-Arten: fette, tonreiche O, magere, kalkreiche O und quarzreiche, sandige O. Verwendung findet O in großen Mengen als Pigment. Die O-Vorkommen sind weit verbreitet, ausgedehnte Lager befinden sich in Bayern, Sachsen und in Frankreich. In der Totenbestattung spielte O (Deutung als Farbe des Lebens) mindestens seit dem Paläolithikum eine wichtige Rolle: Die Toten wurden auf O-schicht gelegt oder aber mit O bestreut (Ockergrabkultur).
Als Malerfarbe wurde O schon im Paläolithikum verwendet (Felsbilder); v. a. in der Antike und im Mittelalter MA war O eine bevorzugte Farbe für Wandgemälde.
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